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Inkontinenz nach einer Prostata OP

Inkontinenz nach einer Prostata OP


Eine Prostataoperation kann für viele Männer eine notwendige medizinische Maßnahme sein, insbesondere bei Prostatakrebs oder gutartigen Vergrößerungen. Eine mögliche Folge dieser Eingriffe ist kann eine Harninkontinenz auslösen. Dieser Artikel erklärt, warum Inkontinenz nach einer Prostata OP passieren kann und wie man damit umgehen kann. Es gibt auch Tipps zur Linderung.


Harninkontinenz nach einer Prostata OP


Harninkontinenz, also der unkontrollierte Verlust von Urin, tritt nicht selten nach einer Prostataoperation auf. Dies kann nach der Entfernung der Prostata oder weniger invasiven Verfahren wie der Holep OP passieren. Inkontinenz kann in verschiedenen Stärken auftreten und hängt vom Alter und Gesundheitszustand des Patienten ab.


Häufige Harninkontinenz-Formen nach Prostata OP


Nach einer Prostataoperation treten meist zwei Formen der Harninkontinenz auf:




  1. Belastungsinkontinenz: Hierbei kommt es zum unkontrollierten Urinverlust bei körperlicher Anstrengung, Husten oder Niesen.




  2. Dranginkontinenz: Betroffene verspüren einen plötzlichen, starken Harndrang und schaffen es oft nicht rechtzeitig zur Toilette.




Prostata OP Inkontinenz – warum kann sie entstehen


Die Inkontinenz nach einer Prostataoperation entsteht meist durch Schäden an den Nerven und Muskeln, die für die Kontrolle des Urinflusses verantwortlich sind. Insbesondere die Entfernung der Prostata kann den äußeren Schließmuskel beeinträchtigen, der den Urin zurückhält. Auch die durch den Eingriff verursachte Veränderung der Harnröhre kann zur Inkontinenz beitragen.


Inkontinenz nach Holep OP


Die Holep-OP ist eine schonende Methode zur Behandlung von gutartigen Prostatavergrößerungen. Es kann jedoch vorübergehende Inkontinenz auftreten. Meist normalisiert sich die Blasenkontrolle innerhalb weniger Wochen bis Monate nach dem Eingriff.


Wie lange ist man nach einer Prostata OP inkontinent?


Die Dauer der Inkontinenz nach einer Prostataoperation variiert stark. Einige Patienten erlangen innerhalb weniger Wochen die Kontrolle über ihre Blase zurück, während es bei anderen bis zu 12 Monate oder länger dauern kann. Das regelmäßige Beckenbodentraining kann den Heilungsprozess unterstützen und beschleunigen.


Was kann man gegen Inkontinenz nach der Prostata OP tun?


Es gibt verschiedene Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um die Inkontinenz nach einer Prostataoperation zu bewältigen:




  1. Beckenbodentraining: Das Training der Beckenbodenmuskulatur stärkt die Muskulatur und kann die Blasenkontrolle verbessern.




  2. Biofeedback: Diese Methode hilft, die Aktivität der Beckenbodenmuskeln zu überwachen und gezielt zu trainieren.




  3. Elektrostimulation und Magnetfeldstimulation: Diese Techniken können die Muskelfunktion unterstützen und die Blasenkontrolle verbessern.




Wie lange muss man den Beckenboden nach einer Prostata OP trainieren?


Es ist am besten, mit dem Beckenbodentraining direkt nach der Operation zu beginnen. Führen Sie es regelmäßig für mindestens 6 bis 12 Monate fort. Die regelmäßige Übung ist entscheidend für den gewünschten Erfolg und die Wiedererlangung der Blasenkontrolle.


Hilfsmittel für Inkontinenz nach der Prostata OP


Es gibt eine Vielzahl von Hilfsmitteln, die Ihnen helfen können, die Inkontinenz nach einer Prostataoperation zu bewältigen:




  1. Einlagen und Slips: Diese Produkte bieten Schutz und Sicherheit im Alltag.




  2. Penisklemmen: Geräte wie Dribblestop und Uriclak können den Urinfluss mechanisch kontrollieren.




  3. Urinalkondome: Diese Hilfsmittel bieten eine diskrete Möglichkeit, Urin aufzufangen und abzuleiten.




  4. Künstlicher Schließmuskel: In schweren Fällen kann ein chirurgisch eingesetzter, künstlicher Schließmuskel eine Lösung bieten.




Welche Ursachen hat die Inkontinenz bei Prostatakrebs?


Bei Prostatakrebs-Patienten entsteht die Inkontinenz häufig durch die Entfernung der Prostata und die damit verbundene Schädigung der Schließmuskeln und Nerven. Die Strahlentherapie kann ebenfalls zu einer Schwächung der Blasenfunktion führen.


Wie häufig ist die Inkontinenz bei Prostatakrebs?


Die Inkontinenzrate bei Prostatakrebs-Patienten variiert. Nach radikaler Prostatektomie berichten etwa 10-20% der Patienten von anhaltender Inkontinenz, während die meisten Patienten innerhalb eines Jahres eine deutliche Verbesserung erfahren.


Tipps für den Alltag


Hier sind einige praktische Tipps, die Ihnen helfen können, den Alltag mit Inkontinenz besser zu bewältigen:




  1. Planung: Planen Sie Ihre Aktivitäten und stellen Sie sicher, dass Sie immer Zugang zu einer Toilette haben.




  2. Toiletten-Training: Versuchen Sie, regelmäßig die Toilette aufzusuchen, um die Blase zu entleeren, auch wenn Sie keinen starken Harndrang verspüren.




  3. Tragen von Hilfsmitteln: Nutzen Sie Einlagen, Slips oder Urinalkondome, um sich sicherer zu fühlen und Unfälle zu vermeiden.




  4. Trinkverhalten: Reduzieren Sie die Flüssigkeitsaufnahme am Abend, um nächtliche Inkontinenz zu minimieren, aber achten Sie darauf, tagsüber ausreichend zu trinken, um die Blase gesund zu halten.




Fazit


Die Inkontinenz nach einer Prostata OP ist eine häufige, aber behandelbare Folge. Durch gezieltes Training, Hilfsmittel und Therapieansätze kann die Kontrolle über die Blase verbessert und der Alltag erleichtert werden. Wenn Sie betroffen sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die besten Maßnahmen und Behandlungsoptionen, die für Ihre Situation geeignet sind.


Neben den körperlichen Übungen können auch Lebensstiländerungen helfen, die Inkontinenz zu bewältigen. Eine ausgewogene Ernährung, Gewichtsmanagement und die Vermeidung von Blasenreizstoffen wie Koffein und Alkohol können ebenfalls hilfreich sein. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen und eine offene Kommunikation mit Ihrem Arzt sind entscheidend, um den besten individuellen Behandlungsplan zu erstellen. Durch die Kombination von verschiedenen Ansätzen können Sie eine deutliche Verbesserung Ihrer Lebensqualität erreichen.


Insgesamt zeigt sich, dass die Inkontinenz nach einer Prostataoperation ein komplexes, aber durchaus behandelbares Problem ist. Durch Medikamente, Training und Hilfsmittel können viele Betroffene ihre Lebensqualität deutlich verbessern. Sprechen Sie offen mit Ihrem Arzt über Ihre Symptome und Sorgen. Gemeinsam können Sie die besten Lösungen für Ihre Situation finden.


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